Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder,

wir haben auf unsere Information zahlreiche Rückmeldungen von Ihnen erhalten, die uns gezeigt haben, das doch noch relativ viel unklar ist.

Uneinigkeit gibt im Zusammenhang mit  der Notwendigkeit der Schließung der Übungsplätze. Natürlich ist es richtig, dass es sich bei den Übungsplätzen nicht um öffentliche Sportanlagen handelt. Die Anordnung (von den Bundesländern jeweils umzusetzen auf Grund der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland vom 16.03.2020, Ziffer 2) betrifft aber alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und führt dazu, dass sie für den Publikumsverkehr zu schließen sind.

Aus unserer Sicht bedeutet dies, dass auf den Übungsplätzen niemand trainieren darf.

Ganz klar muss aber auch folgendes gesagt werden: Der Hauptverein verbietet nichts. Wir haben lediglich Hinweise erteilt, wie die behördlichen Anordnungen unserer Auffassung nach und zum Wohle aller umgesetzt werden sollten. Für die Einhaltung der Anordnung ist aber jeder Einzelne verantwortlich, bzw. sind es die Ortsgruppen als Hausherr des jeweiligen Vereinsgeländes. Hierbei ist aber unbedingt auch der § 9 Abs. 2 der Ortsgruppensatzung zu berücksichtigen der eindeutig festlegt, dass alle Ortsgruppenmitglieder im gleichen Maße berechtigt sind, die Anlagen der Ortsgruppen zu nutzen. Bei einer vollständigen Schließung des Übungsplatzes auf Grund der behördlichen Anordnung entstehen im Zusammenhang mit dieser Regelung keine Probleme.

Die momentanen Einschränkungen ergeben sich aus den behördlichen Anordnungen. Demensprechend sind wir auch nicht berechtigt, eventuelle Verstöße zu ahnden. Entsprechende Anzeigen nach der Rechts- und Verfahrensordnung werden dementsprechend auch nicht zur Einleitung von Vereinsordnungsverfahren führen.

Sollten Arbeiten auf dem Vereinsgelände notwendig werden, empfehlen wir Ihnen, sich mit den für Sie zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen und zu klären, ob die Maßnahmen durchgeführt werden dürfen.

Wir wünschen Ihnen und uns allen, dass wir uns alle bald wieder ungehindert bewegen dürfen.


Die Westfalennotiz wird aufgrund der aktuellen Situation als Doppelausgabe März/ April erscheinen. 

Bitte haltet inzwischen die LG Homepage im Blick, die immer aktuell über die wesentlichen Geschehnisse berichten wird. 

Jahresbericht des LG Vorsitzenden

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde.

Zunächst darf ich mich ganz herzlich für die mir und meinen Vorstandskollegen zugegangenen Weihnachts- und Neujahrswünsche bedanken.

Auch Ihnen und Ihren Familien wünsche ich an dieser Stelle von ganzem Herzen ein gutes und gesundes Jahr 2020 sowie den erhofften Erfolg im sportlichen und im persönlichen Bereich.

Das Jahr 2019 gehört der Vergangenheit an, aber die heutige Delegiertentagung gibt mir die Gelegenheit eine kurze Rückschau zu halten.

Landegruppenveranstaltungen

Zunächst darf ich mich ganz herzlich bei den Ausrichtern der verschiedenen Landesgruppenveranstaltungen bedanken.

All diese Veranstaltungen egal in welchem Bereich waren hervorragend vorbereitet und organisiert Die Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte den Berichten der Fachwarte.

Leider konnten wir die Meldezahlen auf unseren Landesveranstaltungen auch im vergangenen Jahr nur unwesentlich steigern.

Neben den traditionellen Landesveranstaltungen fanden auch im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Seminaren in allen Bereichen des SV, angefangen vom IGP Sport, dem Schaugeschehen, im Agility und Obedience Sport sowie im Rettungshundebereich bis hin zum Thema Gesundheit und Ernährung statt.

Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr von Seiten des Landesgruppenvorstandes wieder einen Infotag angeboten. Hieraus resultierte eine Arbeitsgruppe „Gesundheit beim Deutschen Schäferhund“, die auch für die Bundesversammlung zwei Anträge formuliert hat.

Dies soll selbstverständlich in diesem Jahr, wenn möglich auch noch öfter fortgesetzt werden.

Ich denke die Vielfalt der Angebote in unserer Landesgruppe Westfalen ist bundesweit einzigartig und ich darf mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen ausrichtenden Ortsgruppen und bei den vielen Referentinnen und Referenten für ihren Einsatz zum Wohle des Deutschen Schäferhundes und zum Wohle unserer Landesgruppe Westfalen bedanken.

Bundesveranstaltungen 2019

Auf den vielen Bundesveranstaltungen angefangen von der Deutschen Jugend-und Juniorenmeisterschaft in Phillipstal bis hin zur Bundes FH in Untersiemau haben sich die westfälischen Hundeführerinnen und Hundeführer hervorragend präsentiert.

Herausheben möchte ich hier beispielhaft drei Hundeführerinnen und Hundeführer:

  • Josef Kötting, der mit seiner Hündin Lynn von der Königin zum zweiten Mal Agillity Weltmeister werden konnte.
  • Claudia Koch, die mit Ihrem Tigga vom Haus Lohe die Bundessiegerprüfung RH gewinnen konnte.
  • Günther Scheid, der mit seiner Hündin Gloria vom Prinzenrain ebenfalls Bundessieger im Bereich RH wurde.

Eingehen möchte ich in diesem Zusammenhang noch auf die Deutsche Jugend-und Juniorenmeisterschaft 2020 in Heek in unserer Landesgruppe Westfalen.

Daniela Thoring ist Ende des vergangenen Jahres auf den Vorstand zugekommen und hat die Landesgruppe Westfalen gebeten diese, aus meiner Sicht wichtigste und zukunftsträchtigste Bundesveranstaltung zu übernehmen.

Daniela wird in der Tagesordnung aber noch gesondert auf diese Veranstaltung eingehen.

Soviel zu den Veranstaltungen des vergangenen und des kommenden Jahres.

Mitgliederentwicklung

Der Mitgliederrückgang im SV hat sich, wenn auch etwas gebremst leider im vergangenen Jahr fortgesetzt. Derzeit liegt unser Mitgliederbestand bundesweit noch bei rund 50.000 Mitgliedern.

Aktuell haben wir in Westfalen knapp über 4.000 Mitglieder, was einem bundesweiten Anteil von ca. 8,0 % entspricht.

Ich denke, hier gilt es anzusetzen und Hundeliebhaber egal mit welchem Hund von der Leistungsfähigkeit unserer Ortsgruppen zu überzeugen.

Erfreulicherweise ist in diesem Zusammenhang, dass die Bundesversammlung im vergangenen Jahr beschlossen hat, Kinder-und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr beitragsfrei zu stellen.

Ausschlaggebend hierfür war der der Antrag von Vanessa Kölking aus der OG Horstmar auf Einführung eines Familienbeitrages.

Auch können wir in diesem Jahr wieder viele Mitglieder für die langjährige Zugehörigkeit zum SV ehren. Diese Ehrung findet einmal mehr im Rahmen eines gesonderten Termins in der OG Olfen statt.

 

Finanzen

Ich darf mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unserer Kassenwartin Dagmar Isselhorst für ihre engagierte und akribische Arbeit bedanken.

Leider müssen wir hier, auch vor dem Hintergrund der leider aufgegebenen Ortsgruppen, der deutlich eingeschränkten Sponsorentätigkeit, aber auch vor dem Hintergrund der überörtlichen Richtertagung in diesem Jahr ein Minus ausweisen.

Aus den Ortsgruppen

Im Rahmen von sehr vielen Jahresberichten wird von einer insgesamt guten Stimmungslage innerhalb der Ortsgruppengemeinschaften berichtet. Sehr bedenklich wird jedoch in vielen Berichten angemerkt, dass nach wie vor immer weniger Mitglieder bereit sind, auch im Vorstand aktiv mitzuarbeiten und damit für die Ortsgruppe Verantwortung zu übernehmen.

Nadine Nitsche aus Sprockhövel führt in ihrem wie immer sehr ausführlichen Bericht aus, dass zwei neue Familien mit kleinen Kindern gewonnen werden konnten, diese aber von eher negativen Erfahrungen in anderen Ortsgruppen berichtet haben. Hier wurden die Kinder als störend empfunden. Dies ist dann sicherlich nicht der Weg eine Ortsgruppe zukunftsfähig auszustellen.

Auch Thorsten Ridder aus Dülmen berichtet nach vielen Querelen in den vergangenen Jahren von einem deutlichen Aufwärtstrend in seiner Ortsgruppen. Ich freue mich schon jetzt auf die Jugendmeisterschaft auf der herrlichen Platzanlage in Dülmen.

Elisabeth Röckert aus Olfen berichtet von leider zurückgehenden sportlichen Aktivitäten. Positiv für das gesamte Vereinsleben wird aber die jährliche Jubilarehrung der LG Westfalen empfunden.

Stefan Kappel aus Gevelsberg-Schnellmark berichtet, nachdem die Platzanlage verloren ging, von der erfolgreichen Fusion mit der Ortsgruppe Gevelsberg 1910. Diese Fusion ist aus meiner Sicht beispielhaft dafür wie der Fortbestand des SV in einem Ort gesichert werden kann.

Nina Hackel aus Herne Mark führt aus, dass die Ortsgruppe nach vielen Rückschlägen und erheblichem Ärger mit dem alten Vorstand reaktiviert werden konnte. Sie regt in diesem Zusammenhang an, für neue Vorstände eine Checkliste zum Ablauf einer Prüfung zu erstellen.

Nach wie vor hat die Ausbildung unserer Hunde unter Tierschutzaspekten, aber auch im Zusammenhang mit dem Lernverhalten der Hunde, in den vergangenen Jahren eine teilweise rasante Veränderung in der Methodik erfahren.

Erkenntnisse aus der Verhaltenslehre sind aktuell gefragter denn je. Hier sind natürlich in erster Linie die Ausbildungswarte gefordert sich entsprechend weiterzubilden und die neuen Erkenntnisse in den Übungsstunden zu vermitteln und umzusetzen.

Unsere beiden Ausbildungswarte Udo Wolters und Paul Pankoke, aber auch alle unsere Lehrhelfer, sind gerne bereit in die Ortsgruppen zu kommen und euch hier fachkundig zu unterstützen.

Aber auch die Menschen wollen heute anders betreut werden als das noch vor Jahren der Fall war. Sie stellen an einen Verein und dort ganz besonders an die für die Ausbildung verantwortlichen Personen inzwischen ganz andere Anforderungen.

Ausblick für die kommenden Jahre

Bereits seit vielen Jahren diskutieren wir über zurückgehende Mitgliederzahlen und mangelnde Akzeptanz unseres Vereins in unserer Mitgliedschaft aber auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

In diesem Zusammenhang habe ich im Rahmen der VWA Sitzung am 30. November in Morschen einige Dinge angesprochen, die dringend angegangen werden müssen wenn unser Verein noch eine Zukunft haben soll.

Erweiterung des Richterkorps

  • Überarbeitung der Eingangsvoraussetzungen für ein Richteramt im Verein für Deutsche Schäferhunde mit dem Ziel den Einstieg für junge Kolleginnen und Kollegen zu erleichtern.

Bundesveranstaltungen

  • Erarbeitung einer Konzeption zur Sicherstellung der Austragung unserer Bundesveranstaltungen. (Insbesondere der DJJM, deren Austragung erst nach der Zusage der LG Westfalen sichergestellt werden konnte)
  • Langfristige finanzielle Absicherung der Bundesveranstaltungen.

Finanzen

  • Erarbeitung einer Konzeption zur Sicherstellung der langfristigen finanziellen Liquidität unseres Vereins. (ohne Erhöhung der Mitgliedsbeiträge)

Mitgliederwesen

  • Gezielte Aquise von neuen Mitgliedern. (Hier sind mit dem Projekt 365 und der Beitragsfreiheit für Jugendliche erste gute Schritte getan)
  • Schulung der Verantwortlichen in den Ortsgruppen insbesondere im Umgang mit Besuchern auf unseren Hundeplätzen, die sich für einen Schäferhund interessieren.
  • Würdigung und Wertschätzung unserer Mitglieder. Unser Slogan lautet: „Aus Respekt vor dem Hund“ dieser Respekt muss selbstverständlich auch unseren Mitgliedern entgegengebracht werden.
  • Würdigung und Wertschätzung unserer „Altgedienten“ (ausscheidende Richter, Bundes-und LG Vorstandsmitglieder, etc.)

Eine entsprechende Würdigung der Verdienste unseres langjährigen Vorsitzenden, Zuchtrichters und Körmeisters Henning Setzer durch den Präsidenten fand nie statt.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Die Öffentlichkeitsarbeit von Roswitha Dannenberg trägt sicherlich schon gute Früchte. Trotzdem haben wir nach wie vor ein erhebliches Imageproblem, insbesondere im Zusammenhang mit der Gesundheit unserer Hunde, in der Gesellschaft. Hier ist sicherlich die Erarbeitung einer entsprechenden Konzeption geboten.

Prüfungs-und Körmanipulation

  • Nach wie vor sind Prüfungs-und Körmanipulation ein großes Thema innerhalb unseres Vereins und wird ausführlich in unserer Mitgliedschaft diskutiert.

Hier müssen dem Vorstand und der Gerichtsbarkeit im Verein erweiterte Kompetenzen zugewiesen werden um schneller und effektiver und vor allem, gerichtsfest handeln zu können und die wenigen Betrüger in unserem Verein auf Dauer zu eliminieren.

Zuchtlenkung

  • Im Ausstellungsbereich gehen leider die Gebrauchshundeeigenschaften mehr und mehr verloren (siehe Schutzdienst auf der Bundessiegerzuchtschau). Im Leistungsbereich lässt der Formwert oft zu wünschen übrig und die Hunde sind teilweise für Anfänger bzw. unerfahrene Hundeführerinnen und Hundeführer nicht mehr händelbar.

Beide Extreme gilt es zu kappen, denn das Gros unserer Mitglieder betätigt sich ausschließlich auf Ortsgruppenebene und favorisiert einen Familienhund mit einer mittleren Reizschwelle.

Bevor ich nun meinen Bericht zur Diskussion stelle, darf ich mich ganz herzliche bei allen Richterkolleginnen und Kollegen sowie bei den Lehrhelfern und den ID Beauftragen bedanken.

Meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Landesgruppenvorstand möchte ich für die konstruktive und überaus vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr danken.

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt aber euch allen für das dem Landesgruppenvorstand entgegengebrachte Vertrauen. Ich bin sicher, wenn wir auch in den kommenden Jahren gemeinsam so weiterarbeiten, werden wir noch viele schöne Stunden mit unserem Hobby, dem Deutschen Schäferhund als Gebrauchshund Nummer 1 haben.

Vielen Dank

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